18-300mm

For the two of us home isn't a place. It's a person. And we are finally home.

Von Motorsägen und Farbeimern

Der erste Tag beginnt sanft. Wir dürfen etwas länger schlafen und werden von den hereinkommenden Sonnenstrahlen in unserer kleinen Hütte geweckt. Eine Dusche, selbst gebackenes Brot sowie ein frisch gebratenes Omelett stehen für uns bereit. Wunderbar sich an einen gedeckten Tisch setzen und herrliches Essen genießen zu dürfen. Schnell ist klar dass wir an einen äußerst herzlichen Ort geraten sind. Das Hauptgebäude ist weiß getüncht und genau so gebaut wie man sich ein typisches schwedisches oder norwegisches Haus vorstellt. Die Räume sind etwas niedriger, dafür weitläufig. Alles ist ein wenig chaotisch und trotzdem sehr liebevoll eingerichtet. Kleine Treppchen und Bögen statt Türen liegen zwischen den Räumen. An den Wänden hängen Gitarren, Ukulelen und ein Banjo. Ein Klavier, ein Cello und mehrere Akordien runden das Bild ab. Selbst gesähte Pflänzchen, bunte gemütliche Lampen und überall Kissen. Ich liebe dieses Haus.

Auf der Farm sind weitere kleine Gebäude, Hühner, Enten und eine Hauskatze zu entdecken. Angrenzend liegt ein malerischer See, eingebettet in grüne Wiesen und Hügeln. Wir werden behandelt als ob wir ein Teil der Familie sind. Bekommen unseren eigenen Haustürschlüssel und dürfen alles benutzen was herumliegt oder in den Schränken zu finden ist. Auch beim Thema Arbeit hätten wir es besser wohl kaum treffen können. Ole und Turid arbeiten noch außerhalb und teilen uns lediglich ihre Pläne für ihr Grundstück mit und wo Werkzeug zu finden ist. Ausführen dürfen wir alles alleine. Wann und wie wir arbeiten bleibt uns überlassen. Fast fühlt es sich an als ob es unsere eigene Farm wäre, da die beiden oft außer Haus sind.

Dave und ich stürzen uns regelrecht in die Arbeit. Es macht richtig viel Spaß. Nach den Malerarbeiten am Gewächshäusschen und dem Fertigstellen des Zauns genießen wir Apfelsaft und Sandwiches auf der großen Veranda mit Blick auf den See. Es ist sommerlich warm, jedoch nicht zu heiß zum Arbeiten. Einfach perfekt.

Abends bekommen wir bei einem Glas Wein und einer Dose Bier herrlich selbstgekochtes Essen von unseren Gastgebern und sie fragen uns,

ob wir noch weitere Ideen haben. Benötigte Materialen teilen wir ihnen mit und sie kaufen diese für uns ein. Wir kümmern uns um die Hühnchen und die Enten. Säubern den großräumigen Stall und füllen ihr Schwimmbecken auf. Reparieren die Brücke über dem kleinen Bachlauf und mähen das Gras auf dem ganzen Grundstück. Wir entscheiden uns die Ressourcen effektiv zu nutzen und legen einen Heuschober an. Die Nachbarn, ein australischer Straßenkünstler mit Frau und Kindern haben wir auch schon kennengelernt.

Glück trieft uns aus allen Poren.

 

« »

© 2019 18-300mm. Theme von Anders Norén.

%d Bloggern gefällt das: