18-300mm

For the two of us home isn't a place. It's a person. And we are finally home.

Selamat tinggal Asia

Nach zehn Tagen und über 15 Stunden Fahrt mit Fähre, Bus und Zug stehen wir wieder einmal in Kuala Lumpur. In dieser Stadt der Superlative, die unser Dreh- und Angelpunkt für ganz Asien geworden ist. In der wir uns regelmäßig die Bäuche vollgeschlagen, den Luxus einer Großstadt genossen und uns von Reisestrapazen erholt haben. In der wir  auf einem Hubschrauber Landeplatz ein Glas Eistee getrunken und uns in einem Infinity Pool die Skyline angesehen haben. Riesige Supermärkte und Malls, günstigstes Streetfood und bester Fisch zu unschlagbaren Preisen. Wir sind verbotener Weise auf Hausdächer geklettert und haben dem abendlichen muslimischen Gebetsgesang gelauscht. Und doch bin ich so froh unser billiges Hostel mit seinen dreckigen Bädern, seinen klebrigen Böden und seinen spärlich geputzten Zimmern das letzte Mal zu betreten. Mit dem Aufzug fahren wir in die erste Etage und treten durch die rote Tür mit ihrem speckigen Türknauf. Aftab, der eingesetzte Aufpasser, sitzt wie immer schmatzend an seinem Schreibtisch mit den Fingern im Essen und blickt trübe auf eine malayische Telenovela. Mit der Schnelligkeit eines Faultiers blickt er zu uns auf und nickt. Kleine Schweißperlen stehen auf seiner Stirn, er hat noch nicht zu Ende gekaut und scheint das in den nächsten Sekunden auch nicht zu vorzuhaben. Ich laufe zu unserem Zimmer. Immerhin haben wir eine Klimaanlage und in zwei Tagen ist es dann auch vorbei. Nach fast vier Monaten Asien, bin ich sowas von bereit für einen neuen Kulturkreis. Endlich wieder etwas mehr europäischer Standard, Organisation und Hygiene. Obwohl es absolut nicht geplant war, passiert es jetzt doch. Australien. Ein riesiger Kontinent mit seltenen Tieren, Hitze und ganz neuer Vegetation. Ich bin aufgeregt und habe auch etwas Angst. Die Einfuhrkontrolle ist streng und nach vier Monaten Asien gibt es genug Erreger die wir mit uns rumschleppen. Also putze ich. Wir suchen einen Waschsalon auf, waschen alles was waschbar ist. Ich schrubbe die Rucksäcke, nähe die kaputten Überzieher, wasche die Schuhe und gehe alles noch einmal durch. Wir müssen einen ordentlichen Eindruck hinterlassen! Was viele nicht wissen, Australien ist wirklich äußerst streng. Selbst auf ein nicht gekennzeichnetes Hustenbonbon gibt es hohe Geldstrafen. Man muss unter Umständen über einen Bakterien-Teppich laufen und selbst Inhalte seines Pc`s angeben.

Als wir uns schließlich frühmorgens Hand in Hand, geschniegelt und gestriegelt auf den Weg zum Flughafen machen, bin ich glücklich und gespannt. Was dieser nächste Monat für uns bereit hält. Was wir erleben dürfen und wie wir uns weiter verändern. Auf Wiedersehen Asien, hello Down Under!

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