18-300mm

For the two of us home isn't a place. It's a person. And we are finally home.

Ha det bra

10:42 Uhr, Oslo Süd

Mit gepackten Rucksäcken befinden wir uns inzwischen in der Norwegischen Hauptstadt in einem Burger King. Neben Burgern gibt es hier das lebenswichtige Internet, das uns gerade sagt, dass wir wohl noch eine Flugpassagiersteuer zahlen müssen. Frisch eingeführt zum 1.6.16. Selbst um das Land verlassen zu dürfen, muss man blechen. Während ich draußen den ein oder anderen Passanten beobachte, lasse ich die Zeit in diesem nordischen Land Revue passieren. Lange Fahrten auf einsamen Straßen, lustige Begegnungen mit Einheimischen. Die Tatsache dass wir illegalen Diesel getankt haben und uns danach wie klein Ganoven fühlten. Der Tag an dem ich mir das Hühnchen holen musste und es hinter die große Stage trug. Wie ruhig es in meinen Händen lag und mich anblickte. Und wie mir mit der Axt in der Hand ein nie gekanntes Gefühl zu teil wurde. Macht über ein Lebewesen. Als ob es die Situation erkennen würde, den Hals gerade machte und auf den letzten Moment seines Lebens wartete. Wie ich seit dem keinen Appetit mehr auf Salami oder andere Fleischprodukte habe. Bin ich jetzt endlich der Vegetarier, der ich schon immer sein wollte?

Majestätische Berge, reißende Flüsse, Kälte und tiefe Nadelwälder tauschen wir nun ein gegen das Rauschen des Meeres, hunderte Sandkörner unter den Füßen, das Surfbrett in der Hand und eine Hülle und Fülle an süßen Früchten. Ich bin ehrlich, ich kann es kaum erwarten. Zwei Monate, die wir mehr oder weniger fast durchgehend unter einer Zeltplane oder einem Autodach verbracht haben neigen sich dem Ende. Es geht nonstop von Oslo nach Bangkok, und wie immer haben wir kaum einen Plan. Aber erlebt man nicht so die besten Abenteuer?

Machs gut Norwegen …

 

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