18-300mm

For the two of us home isn't a place. It's a person. And we are finally home.

Early Birds

Wir verlassen das Bergdorf Ella und machen uns erneut auf in Richtung Meer. Arugambay… Eine Ort an der Ostküste, angefüllt von Surfshops, kleinen Restaurants und jungen Leuten. Also genau das richtige für mich. Und tatsächlich, als wir angekommen sind, sehe ich überall nur noch braun gebrannte Typen und knapp bekleidetete Mädels mit Surfbrettern unter dem Arm. Zwischen hochgewachsenen Palmen erhasche ich einen Blick auf das tyrkisfarbene Meer. Donnernde Wellen schlagen auf den Sandstrand, es ertönt Reggea Musik aus den kleinen Cafes. Wir sind diesmal aufs Ganze gegangen, haben überhaupt keinen Unterkunft gebucht. Einfach mal hinfahren und gucken war die Devise. Und es klappt, direkt die dritte Unterkunft ist wie gemacht für uns. Wir haben ein klimatisiertes Zimmer mit hoher Decke, direkt über einem Surfshop. Dave schmeißt den Tagesrucksack aufs Bett, ich werfe den Turnbeutel in die Ecke. Keine zehn Minuten später laufen wir in das Kühle Nass und erfreuen uns an dem strahlend blauen Himmel, der gewaltigen Farbkulisse und der Tatsache dass es uns einfach verdammt gut geht.
Wir lassen uns von den Wellen durchspülen, tauchen drunter hindurch und sehen vom Strand sicher wie zwei zu groß gewordene, spielende Kinder aus. Ich platze fast vor Glück.

Perfekte Wassertemperatur... Nonstop Wasseraufenthalte absolut empfehlenswert!

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Und dann beginnen die Tage so zu verlaufen wie ich es mir immer gewünscht habe. Wenn die ersten Sonnenstrahlen am Horizont auftauchen, schälen wir uns aus dem Laken und tappen in der Dämmerung die Treppe herunter. Sonnencreme im Gesicht, Bikini und Longsleeve an, geht es mit dem Surfbrett unter dem Arm zu einem der zahlreichen einsamen Spots. Während langsam Leben in die Straßen kommt, sitze ich bereits weit draußen im Line Out und warte auf die Wellen. Noch ist es angenehm kühl, das Meerwasser umspielt warm meine Beine. Ich paddele, nehme eine Welle und bin so unglaublich frei. Alles was mir sonst durch den Kopf geht, worüber ich mir Sorgen mache, oder was mich nicht loslässt, ist einfach weg. Mein Kopf ist leer und ich bin einfach nur ich selbst.
Zum Frühstück sitzen wir unter den Palmen und genießen mit einer Handvoll anderer Surfer Omlette, Coconutbread und Guacamole, trinken Banana Lassi und Grinsen von einem Ohr bis zum anderen. Zurück im Apartment ist es gerade mal 9 Uhr morgens und der Tag liegt noch vor uns.
Wir treffen uns mit Flo und Kim, probieren Landes Spezialitäten, hängen am Strand oder Lesen bis uns die Bücher ausgehen.
Zwischen Fischerboten finde ich ein Häufchen Fellknäule, die freudig um meine Beine wuseln und mir die pure Verzückung entlocken. Ich besuche sie jeden Tag und bringe ihnen frisches Wasser. Am liebsten würde ich die tapsigen Vierbeiner alle mitnehmen.
Mit dem TukTuk holen wir uns tropische Früchte vom Markt, spazieren die Straße entlang und planen eine Safari durch die Lagune.
In mir macht sich das Gefühl breit, dass ich nun endlich vollends bereit bin. Für eine lange Reise, für das Genießen von neuen Plätzen und neuen Abenteuern. Ok, bleiben wir realistisch, vielleicht ist es auch der Luxus den wir uns diese Woche gönnen. Aber das ist mir einerlei.

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