18-300mm

For the two of us home isn't a place. It's a person. And we are finally home.

Drum prüfet was sich ewig bindet

Dieser Satz ist bekanntlich schon sehr alt und beinhaltet doch einiges an Wahrheit. Unumstößlich daher, dass dies eines unserer Kapitel auf der Reise ist. So lange, so nah, so dauerhaft waren wir noch mit niemand anderem in unserem Leben zusammen. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Man bekommt alles mit, kann sich nicht verstecken oder zurückziehen. Was viele Bekannte am Anfang der Reise als Problem sahen, stellt sich für uns als Segen heraus. Ich genieße es jeden Abend neben Dave einschlafen zu können und sein Gesicht als erstes morgens zu sehen. Und trotz aller Verliebtheit, gibt es natürlich genügend Zeit für ausreichend Reibereien. Über die Monate ist einiges ans Tageslicht gekommen und ich bin dankbar dafür. Es ist zwar schmerzhaft wenn die Erwartungen und Vorstellungen die man an seinen Partner hat, enttäuscht werden. Doch wollte ich im Nachhinein keinen Tag länger in Ungewissheit leben. Und je eher man sich zusammen mit unserem Vater im Himmel damit beschäftigt, desto schneller verliert es seine Macht und wir können es hinter uns lassen. Während sich nicht nur unsere kulturelle Sicht verändert hat, gehen wir auch persönlich und in unserem Glauben auf ein neues Level zu. Oft ohne Beschäftigungsmöglichkeiten wie Internet, TV oder Freunde bleibt uns vielerorts nur die in Leder gebundene Bibel als Fundament. Und wir haben angefangen sie aufzuschlagen. Haben uns ausgestreckt, wollten mehr wissen, wollten mehr erleben. Online Predigten von unserer Münchner Kirche ICF haben uns ganz praktisch durch Lebensfragen geholfen und begeistern uns inzwischen mehr als ein Film von kinox.to! Dass ich das als alter Predigten-Hasser mal sage, hätte ich auch nicht gedacht.

Unsere Gedanken haben sich über den seit Jahren bekannten Tellerrand ausgestreckt, neue Dimensionen entdeckt und Ziele erkannt. So vieles was uns früher wichtig war, hat an Bedeutung verloren und wir sind einfach einen Schritt weitergegangen. Und jetzt liegt es hinter uns. Dave zum Beispiel, hat seit drei Monaten nicht mehr geraucht. Er hat verstanden wie sehr er mich jedes mal damit verletzt und hat um mich mit seiner Liebe zu ehren, damit aufgehört. Ok, mit kleinen Ausrutschern wenn ich ihn zur Weißglut getrieben hab. 🙂 Ich habe begriffen, dass Weglaufen in einer Beziehung auf Dauer mehr Schaden als Reparatur bringt und ich mich in Streit und Stress zuerst an Gott wenden muss, bevor ich Dave für alles verantwortlich mache. Wir haben begriffen was es bedeutet vor Gott zusammen zu sein und leben danach. Jedoch in Freiheit und nicht weil wir uns gezwungen fühlen.

Es ist nicht so, dass wir auf einer Wolke dahin fliegen und den Himmel rosa zeichnen. Doch wir machen in Meilensteinen Fortschritte, weil wir unseren Fokus auf etwas ausgerichtet haben, was Bestand hat. Was nicht abhängig ist von Umgebung, Meinung anderer oder Mode. Und das verbindet uns auf eine Art wie ich es vorher nicht gekannt habe. Es macht mich zufrieden und wissend, dass ich ganz genau am richtigen Platz bin. Zusammen mit Dave und Jesus.

Inzwischen sind wir in der Künstlerstadt George Town ganz im Norden Malaysias angekommen. Eine Halbinsel mit Anbindung zum Festland, gespickt von hunderten Streetart Malereien. Die nachfolgenden Fotos von unserem Spaziergang durch die Stadt, habt ihr also Gott zu verdanken- der uns nach einem hitzigen Streit doch noch versöhnt hat. 🙂

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